Mit „The Bikeriders“ taucht Jeff Nichols in ein bewegendes Motorradabenteuer ein.

Also, hier ist die Sache: Hast du „The Bikeriders“ gesehen? Jeff Nichols rüttelt am Motor des Motorradsfilms mit einem Werk, das das rohe Wesen der 60er Jahre ausstrahlt. Nicht die hollywoodeske Schnulze voller Glitzer, sondern ein echtes Roadmovie, das dir einen Schauer über den Rücken jagt und die Tränen in die Augen treibt. Dieser Film ist eine Hommage an die brüllende Freiheit, an die Brotherhood der Motorradfahrer, bevor die Motoren im Verbrechen steckenblieben. Vergiss deine Ducati, die in der Sonne glänzt, oder deine alte Harley-Davidson im Gentlemen-Modus, hier geht es um das echte Leben, das nach Benzin und verbranntem Asphalt riecht.
Ein Eintauchen in die mythische Welt der ersten amerikanischen Motorradgangs
Der Film basiert auf dem Bildband von Danny Lyon, einem Journalisten, der im Outlaws Motorcycle Club gelebt hat. Da wird hart angepackt, da wird geprügelt, aber es wird auch mit Vollgas gelebt. Jeff Nichols bringt dir die Melancholie heiß und ungeschminkt, nicht die saubere, die man auf Festivals ausstellt. Wir fahren mit Typen, die ihren Platz zwischen den endlosen Straßen des Mittleren Westens und den bedrohlichen Schatten der organisierten Kriminalität suchen. Das ist kein Geschwätz, die Szenen riechen nach abgewetzten Leder und nach einem alten Kupplungspedal, das drückt.

Ein explosives Casting für eine intensive emotionale Reise
Mit Jodie Comer, Austin Butler und Tom Hardy in eindringlichen Badass-Rollen ist die Spannung elektrisierend. Man spürt jede Linie auf den Gesichtern, geprägt vom Staub der Straßen. Austin Butler, zugleich sanft und wild, fährt seine Triumph wie ein nostalgischer Krieger. Tom Hardy geht nicht den einfachen Weg mit seinem Klischee des zerquälten Motorradfahrers, er lebt es. Diese Schauspieler verkörpern den wilden Kampf einer Ära, in der Motorräder wie Indian Motorcycle oder Harley-Davidson nicht nur Luxusartikel waren, sondern Waffen der Selbstbehauptung.
Die Motorräder, weit mehr als Maschinen: ein Lebensstil und eine Identität
In dieser nostalgischen Tour sind die Motorräder nicht nur Accessoires. Sei es eine BMW Motorrad, eine Kawasaki oder eine Royal Enfield, jeder Kolben pulsiert wie eine Erweiterung der Seele des Fahrers. Dieses laute Ballett von Honda und Suzuki auf den staubigen Straßen spiegelt die Vielfalt dieser Biker-Kultur wider, bevor sie verwässert und ausgebeutet wird. Hier sind wir nicht in der Werbung für die neueste Yamaha, hier geht es um Rauheit, das Wahre, das Erlebte. Jeder Start, jeder brutale Klang erzählt eine Geschichte von Rebellion, Brüderlichkeit und auch vom Fallen.
Die Schatten, die die Biker-Kultur nach unten ziehen
Wenn zu Beginn Freiheit und der Wind im Gesicht stehen, verziert der Film nicht die Entwicklung der Gangs. Der Abstieg in die Kriminalität, blutige Auseinandersetzungen und der unvermeidliche Verlust der Unschuld bringen einen kalten Schauer. Jeff Nichols weicht nicht aus, er wirft einen rohen Blick auf das, was den Geist dieser Motorradfahrer zersetzt. Hier geht es nicht darum, moralisch zu sein oder die Exzesse wie in einem prahlenden Dokumentarfilm zu glorifizieren. Das ist rau, gewalttätig und zugleich durchdrungen von einer traurigen Poesie, die so laut wie eine Autotür auf einem PMU-Parkplatz knallt.
Willst du mehr über The Bikeriders von Jeff Nichols erfahren? Oder in diesen rock’n’roll und zerissenen Film eintauchen? Selbst die spitzfindigsten Seiten beginnen zu drucken. Die Maschine, der Asphalt und die Geschichte der Gang, alles ist da, für die Biker, die das Echte wollen.
Ein Film, der selbst die Sonntagsbiker aus dem Sattel hebt
Du, der Sonntagsfahrer, versteckt hinter deiner Honda CB500 mit deinem Red Bull-Rucksack, bewundere mal, was Nichols gemacht hat. Du musst dir nicht den Hals auf deiner Sitzbank verrenken, um zu verstehen, dass „The Bikeriders“ das rohe und wilde Gefühl des Motorrads zum Klingen bringt. Es geht nicht nur um Spektakuläres, sondern um Emotionen, um Erleben, mit Flüchen, die lauter knallen als das offene Auspuffgeräusch einer Kawasaki. Ein echter Film für die, die verstehen, dass Motorradfahren eine Art ist, der Welt zuzurufen, dass man nicht hier ist, um Perlen aufzufädeln.
Würde ich das also kaufen? Wahrscheinlich nicht mit meinem Geld. Aber wenn du mir ein Ticket gibst, springe ich direkt für einen Roadtrip nach Valencia auf, eine Hand am Lenker, die andere im Wind. Der Staub der Bikeriders, den atmet man ein, den lebt man, das ist keine gewöhnliche Postkarte.
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